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Diskurs

Donnerstag, 09.07.2026

Runder Tisch zum Thema Musikstreaming

"Taskforce Musikstreaming" von Weimer eingerichtet

Update | Auf Einladung von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer haben sich erneut wichtige Vertreter:innen der Musikbranche zu einem Runden Tisch zusammengefunden.

„Mit großem Erfolg“, heißt es in einer Pressemitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. „Gemeinsam soll an Branchenlösungen für die aktuellen Herausforderungen im Musikstreaming gearbeitet werden.“

An dem Treffen am 8. Juli 2026 im Bundeskanzleramt nahmen Vertreteri:nnen von Pro Musik, der Initiative Fair Share, der Akademie für populäre Musik, des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), des Verbandes unabhängiger Musikunternehmerinnen (VUT), der BITKOM, der GEMA und des DMV sowie des Bundesjustzministeriums und der Künstler Herbert Grönemeyer.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen mehr Transparenz im Musikstreaming sowie eine angemessene Vergütung von Künstler:innen. Alle Beteiligten verständigten sich auf eine Zukunftsagenda, die beinhaltet, den Dialog unter der Leitung des BKM fortzusetzen und gemeinsam an einer Branchenlösung zu arbeiten.

Staatsminister Weimer erklärte, man werde diesen Prozess aktiv moderieren und darauf hinwirken, dass unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und tragfähige Lösungen entwickelt werden. „Kreatives Schaffen muss sich auch im digitalen Zeitalter lohnen“, so Weimer.

Zur Umsetzung der gemeinsamen Zukunftsagenda wird eine „Taskforce Musikstreaming“ eingerichtet, in der alle Interessengruppen vertreten sein werden und in der die aktuellen Herausforderungen der Branche adressiert werden sollen. Dazu gehört, einen „Musikstreaming Vergütungskompass“ einzuführen, der erstmals belastbare Daten für den deutschen Markt liefern und eine gemeinsame Datengrundlage für die weitere Arbeit schaffen soll.

Darüber hinaus soll die Taskforce Vorschläge für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Musikstreaming erarbeiten, die Qualität und Vollständigkeit von Metadaten verbessern sowie gemeinsame Empfehlungen zum Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz entwickeln. Zudem soll der Austausch zur Bekämpfung von Streaming-Betrug intensiviert werden.

Die Initiative Urheberrecht ist irritiert darüber, dass wesentlich Berufsgruppen nicht vertreten waren bei dem Termin. Matthias Hornschuh, Sprecher der Initiative Urheberrecht und Komponist, sagt: „Ein Musikstreaming-Gipfel kann nicht den Weg in eine bessere Zukunft weisen, wenn die Berufsgruppen der Textdichter:innen und Komponist:innen, und damit die Urheber:innen der Musik, nicht vertreten sind. Auch der Jazz und die Ensembles und Orchester sind entscheidende Player im Musikmarkt und damit auch beim Streaming – auch sie waren nicht zu sehen und zu hören.“

Pressekontakt: info@urheber.info