12. Dezember 2016: Konferenz der Initiative zu Online-Plattformen

Save the Date | Die Initiative Urheberrecht veranstaltet am Montag, 12. Dezember 2016, in der Akademie der Künste Berlin eine Tageskonferenz zu Chancen und Problemen mit Online-Plattformen.
Die Folgen der Digitalisierung für den Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft sind schon länger in der Diskussion. Die Arbeits- und Lebensbedingungen in diesem wichtigen Wirtschaftsbereich ändern sich rasant. Der urheberechtliche und sonstige Rechtsrahmen für die Tätigkeit der Plattformbetreiber ist noch weitgehend ungeklärt und umstritten. Die Initiative Urheberrecht hatte schon im Rahmen ihrer Konferenz „Die Zukunft des Urheberrechts“ im Dezember 2015 in Berlin einige dieser Fragen aufgegriffen (siehe Dokumentation der Konferenz), 2016 werden sie der Schwerpunkt sein.
Auf der Tagung „Online-Plattformen – Chancen und Probleme“ (Arbeitstitel) im Dezember will die Initiative Urheberrecht die Entwicklungen und Aktivitäten der Plattformen genauer in den Blick nehmen und dabei auch konkrete Forderungen an die Politik insbesondere in Berlin und Brüssel erarbeiten. Im Mai hatte die EU-Kommission ein ganzes Gesetzes- und Maßnahmenpaket für den digitalen Binnenmarkt auf den Weg gebracht. Bei den neuen Regelungen geht es unter anderem um Online-Plattformen (siehe News vom 25. Mai 2016). Am EU-weiten Haftungsprivileg für Provider und eben auch Online-Plattformen soll dabei nicht gerüttelt werden. „Die Kommission wird die bestehenden Haftungsregelung für Intermediäre beibehalten“, heißt es in der „Kommissionsmitteilung über Online-Plattformen und den digitalen Binnenmarkt“ (Download).
Das Hauptthema der Konferenz der Initiative Urheberrecht wird die Verantwortlichkeit der Plattform-Betreiber insbesondere auch für die Honorierung der Urheber und ausübenden Künstlerinnen, aber auch die Kulturunternehmen sein, deren Werke und Leistungen durch die Betreiber selbst oder ihre Nutzer verwertet werden. Das Thema ist brandaktuell: Erst vor wenigen Tagen hatten über tausend Kulturschaffende aus Europa in einem Offenen Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker appelliert, dass Online-Plattformen wie YouTube, die wirtschaftlich von der Nutzung kreativer Inhalte profitieren, sich nicht länger ihrer Verantwortung entziehen dürfen, die Schöpfer der Werke fair an den Einnahmen zu beteiligen (siehe News vom 11. Juli 2016) – und die die Online-Petition „Make the Internet fair for Creators“ gestartet.
Urheber und ausübende Künstler, Vertreter der Kulturwirtschaft, der Verbraucher werden auf der Berliner Tagung gemeinsam mit Wissenschaftlern und Politikern sowie hoffentlich mit Vertretern der Plattformen den Dialog aufnehmen. Termin:

  • Montag, 12. Dezember 2016, in Berlin
  • 11 Uhr – 18 Uhr (anschließend Empfang)
  • Akademie der Künste Berlin, Pariser Platz

Das genaue Programm wird im Herbst veröffentlicht werden. Eine eigene Website für die Konferenz geht demnächst online.

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