Freitag, 28.11.2025
Dachverband der Komponist:innen mahnt
"Mangelnde Transparenz"
Der europäische Dachverband der Komponist:innen-Verbände ECSA rügt die „mangelnde Transparenz“ der kürzlich von den drei großen Plattenlabels mit den KI-Unternehmen Udio, Suno und KLAY angekündigten Lizenzvereinbarungen.
In seiner Erklärung vom 27. November 2025 fordert ECSA die Label Universal, Warner und Sony auf, die Werke von Komponist:innen und Songwritern angemessen zu würdigen. ECSA fordert mehr Details über die Beteiligung, Zustimmung und sonstige Vertragsbedingungen für Musikautor:innen und Künstler:innen.
Zwar seien Lizenzen ein längst überfälliger und notwendiger erster Schritt, um sicherzustellen, dass KI-Unternehmen das Urheberrecht respektieren, doch bestehe bei diesen Vereinbarungen die Gefahr, dass das Lizenzmodell des Streamings in KI-Musikdiensten kopiert wird, wodurch die Rechte an Songs unterbewertet werden, während die marktbeherrschende Stellung der großen Plattenfirmen sowohl auf dem Tonträger- als auch auf dem Verlagsmarkt ausgenutzt werde, um den Musikautor:innen einseitig ungünstige Bedingungen aufzuerlegen.“
Der Dachverband fordert außerdem von politischen Entscheidungsträgern sowie Wettbewerbsbehörden, die wettbewerblichen Aspekte dieser Vereinbarungen und auch die Folgen für den Musikmarkt wie auch für die kulturelle Vielfalt in Europa gebührend zu berücksichtigen.
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