Nach Abkommen mit Getty soll Google Bildersuche ändern

Google und die Bildagentur Getty Images haben einen Lizenzvertrag geschlossen, der auch Auswirkungen auf die Google-Bildersuche haben wird, um die beide US-Konzerne im Rechtsstreit gelegen haben.
Die weltweit führende Bildagentur hatte dem Suchmaschinenriesen vorgeworfen, durch die neu eingeführte Google-Option „Bild ansehen“ bei der Bildersuche die „Piraterie zu fördern“, da die Bilder unabhängig von der Ursprungs-Website in Originalgröße gezeigt werden, und eine Wettbewerbsbeschwerde bei der Europäischen Union erhoben. Diese wurde nun zurückgezogen.
Denn Google soll sich mit dem Lizenzvertrag, den Getty Images am 9. Februar 2018 bekannt machte, verpflichtet haben, diese direkten Fotolinks zu entfernen. Außerdem soll der Urheberrechtsvermerk, wem die Bildrechte gehören, sichtbarer für alle Nutzer platziert werden, berichtet die US-Website The Verge. Ob dies generell oder nur für Getty-Fotos gelten wird, ist nicht ganz klar. PetaPixel zitiert aus einer Mail von Getty Images an seine Fotografen, davon würden alle Inhaber von Bildrechten global profitieren. Im Gegenzug werde Google die Getty-Fotos viele Jahre für seine Produkte und Dienste nutzen können.
In Deutschland war die überarbeitete Bildersuche im Februar 2017 freigeschaltet worden und hatte gleich zu Protesten von neun Verbände aus dem Bildbereich geführt (siehe News vom 1. März 2017). Der Fotografenverband Freelens hatte beim Landgericht Hamburg Klage gegen Google wegen der neuen Google-Bildersuche eingereicht (siehe News vom 31. März 2017). Die Gespräche von Vertretern von Bildverbänden mit Google Germany über die ihre Kritik an der neuen Google-Bildersuche haben bisher zu keinem Ergebnis geführt (siehe zuletzt News vom 15. Mai 2017).

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