Sabine Verheyen hat die folgende Rede am 17.2.2026 im Martin Gropius Bau bei der Veranstaltung „Creative Industries under Pressure: Preserving Diversity, Independence and Artistic Freedom in Europe in the platform era“ gehalten.
In ihrer Eröffnungsrede der Veranstaltung hat die Abgeordnete des Europaparlaments die Bedeutung des europäischen Films und die Herausforderungen, die die Branche durch globale Streaming-Plattformen erfährt, thematisiert. Sie betonte dabei die Dominanz amerikanischer Streaming-Dienste, die Gefährdung der kulturellen Vielfalt und der kreativen Souveränität Europas. Auch liege die Entscheidungsmacht über Sichtbarkeit und Produktion von Inhalten zunehmend in den Händen weniger Akteure.
Die Vizepräsidentin des Europaparlaments betonte, dass Kultur nicht von politischen Strömungen abhängig sein sollte, denn sie ist ein Grundpfeiler der Demokratie. Im Übrigen arbeiten 7,7 Millionen Menschen in den kulturellen und kreativen Industrien Europas, was fast 4 % der EU-Beschäftigung ausmacht, führte Verheyen aus. Europa muss die Transformation der Branche aktiv gestalten und nicht nur darauf reagieren.
„Die heutige Diskussion ist … aktuell und wichtig. Es gibt keine einfachen Antworten. Klar ist jedoch: Europa muss diesen Wandel gestalten und darf nicht nur darauf reagieren.“
„Film und Medien laufen Gefahr, von kulturell autonomen Kunstformen zu standardisierten Inhalten zu verkommen, die auf Skalierbarkeit und Algorithmen optimiert sind.“