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Diskurs

Donnerstag, 20.08.2026

Gemeinsame Klage von Verlag, Autor und Illustratorin

Carlsen Verlag klagt gegen Open AI

Gemeinsam mit Autor Marc-Uwe Kling und Illustratorin Astrid Henn hat der Carlsen Verlag Klage gegen OpenAI eingereicht.

Carlsen, Kling und Henn sehen ihre Rechte an dem Werk „Das NEINhorn“ durch ChatGPT verletzt und haben deshalb am 19. August 2026 Klage vor dem Landgericht München I gegen die OpenAI Ireland Ltd. eingereicht, teilt der Verlag in einer Pressemitteilung mit. Unterstützt wird der Hamburger Kinder- und Jugendbuchverlag dabei durch die deutsche Bonnier Verlagsgruppe.

Bereits einfachste Eingaben in ChatGPT führen nach Verlagsangaben dazu, „dass dem Nutzenden Geschichten vom NEINhorn erstellt werden, die in den wesentlichen kreativen Elementen dem urheberrechtlich geschützten Werk von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn gleichen. Die von ChatGPT erzeugten Illustrationen lassen sich vom Original NEINhorn kaum unterscheiden.“ ChatGPT mache eigeninitiativ Vorschläge für weitere Texte und Illustrationen zum NEINhorn, welche ohne jede Erwähnung auch die weiteren Charaktere und Handlungsorte aufnehmen. ChatGPT biete ganze Druckvorlagen für illustrierte Geschichten, samt Umschlaggestaltung, Impressum, einer „gefakten“ ISBN und Verlagslogo an.

„Auf Basis der äußerst detailgetreuen Kopien des Originals muss davon ausgegangen werden, dass die Originalwerke aus der Reihe ‚Das NEINhorn’ in unrechtmäßiger Weise zum Training der Sprach- und Bildmodelle von OpenAI genutzt wurden und nun als ‚Memorisierung“ in diesen Modellen enthalten sind, so dass sie jederzeit über ChatGPT abrufbar sind“, erklärt der Carlsen Verlag. „Dies zeigen die testweise erzeugen Outputs, die selbst eine unrechtmäßige Nutzung darstellen.“

Marc-Uwe Kling, Autor der „NEINhorn-Bücher“ sagt dazu: „OpenAI klaut einfach alle Kunst und Kultur der ganzen Welt und glaubt, damit durchzukommen? Da fällt dem NEINhorn nur ein Wort dazu ein: ‚Nein!’“

Pressekontakt: info@urheber.info