Nach der Abstimmung: Der Weg ist frei für ein faires Internet

Die Initiative Urheberrecht, die über ihre 35 Mitgliedsorganisationen die Interessen von insgesamt rund 140.000 Urheber*innen und ausübenden Künstler*innen vertritt, hat heute einen Erfolg errungen. Nach andauernden und teilweise sehr aggressiven Auseinandersetzungen hat das Europäische Parlament bei seiner heutigen Abstimmung es ermöglicht, dass die Diskussion im Trilog weitergeführt wird.
Damit ist nicht nur wahrscheinlicher, dass das Urhebervertragsrecht auch auf europäischer Ebene in Kraft treten kann, sondern die großen internationalen Plattformen könnten endlich reguliert werden, so dass Urheber*innen, ausübende Künstler*innen und Rechteinhaber angemessen vergütet werden.
Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht: „Es ist gut, dass das Parlament seine Blockadehaltung aufgegeben hat und der Richtlinie zugestimmt hat, die die Position der Kreativen in Europa entschieden verbessern wird. Denn es sind ihre Werke und Leistungen, mit denen die Plattformen ihre Gewinne machen – bisher ohne die Urheber*innen und Künstler*innen überhaupt bzw. angemessen daran zu beteiligen.“
Die Urheber*innen und Künstler*innen hoffen, dass der nun beginnende Trilog mit Rat und Kommission konstruktiv verlaufen und bald zu einem gemeinsamen Ergebnis führen wird. Wichtig ist, dass die Richtlinie schnell in Kraft treten und dann in den Staaten umgesetzt werden kann.
Die Initiative Urheberrecht wird das heutige Abstimmungsergebnis analysieren und sich in Kürze detaillierter äußern.

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