VG Media will Geld von neu gestarteter News-Suchmaschine

Gerade gestartet, schon Post von der VG Media: Die Verwertungsgesellschaft hat die kleine deutsche News-Suchmaschine Tersee zum Abschluss eines Lizenzvertrages aufgefordert.
Im Zusammenhang mit dem Presseverleger-Leistungsschutzrecht war oft von einer „Lex Google“ die Rede , weil das zum 1. August 2013 in Kraft getretene Gesetz (siehe News vom 1. März 2013) offensichtlich darauf abzielt, den großen Presseverlagen einen Anteil an Googles Werbeumsätzen zukommen zu lassen. Doch nun will die VG Media auch Lizenzgebühren von dem Berliner Start-Up Tersee, einer vor einer Woche gestartete deutsche News-Suchmaschine, berichtet heise online.
Nach eigenen Angaben scannt Tersee News Blitz mehrere tausend Internetquellen weltweit. Die Suchergebnisse werden anders als Google nicht gewichtet, sondern ausschließlich nach Aktualität sortiert. So sollen große News-Seiten denselben Stellenwert wie alternative Newsquellen oder Blogs erhalten, sagte Mikael Voss, Geschäftsführer von Tersee, in einem Interview.
Dort erläutert Voss auch, wie er auf Schritte der VG Media reagieren würde, die nun eingetreten sind – nämlich genauso wie der große Internetgigant Google (siehe News vom 10. Oktober 2014): „Ansonsten würden wir eben darauf verzichten, den deutschen Verlagen Besucher auf ihre Seiten zuzuspielen. Im Ausland haben wir mit diesem Thema sowieso kein Problem und bereits jetzt kommt mehr als die Hälfte der Suchanfragen von außerhalb Europas“, erklärt der Tersee-Geschäftsführer.
Andere Suchmaschinen-Anbieter, nämlich T-Online und 1&1 mit seinen Webportalen Web.de und GMX haben die Inhalte von Mitgliedern der VG Media sogar vollständig entfernt (siehe News vom 15. September 2014). Die Verwertungsgesellschaft Media hatte sich im Juni an die „Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes als erster zivilrechtlicher Instanz” gewandt, um gegen Google die „Zahlung einer angemessenen Vergütung für die Verwertung der Presseleistungsschutzrechte der Verleger” rechtlich durchzusetzen (siehe News vom 18. Juni 2014). Danach hatte die VG Media denselben Schritt gegen Yahoo und 1&1 eingeleitet (siehe News vom 2. Juli 2014).

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