EU-Urheberrecht: Konsultation gestartet

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur Überprüfung der Regelungen des EU-Urheberrechts eingeleitet.
„Ich sehe das Urheberrecht als modernes, effektives Instrument, das kreatives, innovatives Schaffen unterstützt, Zugang zu hochwertigen Inhalten – auch über Landesgrenzen hinaus – ermöglicht, Investitionen fördert und die kulturelle Vielfalt stärkt,“ erklärte Binnenmarktkommissar Michel Barnier anlässlich der am 5. Dezember gestarteten Konsultation. „Die Urheberrechtspolitik der EU muss mit der Zeit gehen.“
Neben der EU-Richtlinie zur kollektiven Rechtewahrnehmung und Online-Musik (siehe News vom 26. November 2013) wird die Konsultation die letzte Maßnahme der EU-Urheberrechtsreform in der gegenwärtigen Legislaturperiode von EU-Parlament und -Kommission sein.
Einfließen sollen in die bis zum 5. Februar 2014 laufende Konsultation (Website) die Fragestellungen über die Inhalte im digitalen Binnenmarkt (EU-Strategie „Ein Binnenmarkt für Rechte des geistigen Eigentums“) wie aus dem gerade abgeschlossenen Dialogs „Lizenzen für Europa“ (siehe News vom 13. November 2013).
Zu den Fragestellungen im Konsultationsdokument (Download als PDF) gehören beispielsweise die Themen Download eigener digitaler Inhalte, Registrierung von Werken, Schutzdauer, Massendigitalisierung, Zugang zu Inhalten in Bibliotheken und Archiven und E-Leihe, Urheberrecht in Lehre und Forschung, Privatkopie und Reprografie, aber auch erstmals die faire Vergütung von Urhebern und ausübenden Künstlern.

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