US-Gericht: Google darf Bücher online stellen

Das zuständige US-Gericht hat die Klage der Autorenvereinigung Authors Guild gegen Google zurückgewiesen. Die Digitalisierung von Büchern und ihre Einstellung bei Google Books im Internet sei als „Fair Use” im Rahmen des amerikanischen Copyrights erlaubt.
Der Rechtsstreit um Google Books läuft bereits seit 2005, nachdem Google damit begonnen hatte, Bücher in großen Bibliotheken einzuscannen und im Internet zugänglich zu machen. Dies und die „Class Action” der US-Autoren sowie -Verlage gegen Google erregte auch in Deutschland große Aufmerksamkeit, da auch viele Tausende Werke deutscher Autorinnen und Autoren betroffen sind.
Der Versuch einer gemeinsamen Vereinbarung eines „Google Book Settlements” scheiterte 2011 endgültig am Veto des Richters Denny Chin, der durch den Vergleich den Wettbewerb gefährdet sah. 2012 legte Google den Streit mit den US-Verlagen bei, während die Autoren ihre Klage aufrecht hielten.
Nach der Urteilsbegründung von Richter Chin vom U.S. District Court Southern New York (Download) entspricht die Verwendung von mittlerweile mehr als 20 Millionen eingescannten Werken der US-Rechtsnorm des „Fair Use”. Google Books kopiere die Werke nicht, sondern habe etwas Neues erschaffen, indem der Text in Daten verwandelt und damit durchsuchbar werde zum Nutzen von Kunst und Wissenschaft. Dies bringe „erhebliche Vorteile für die Allgemeinheit". Alte Bücher würden vor dem Vergessen bewahrt. „Die ganze Gesellschaft profitiert."
Die Autorenvereinigung Authors Guild schreibt in ihrem Blog, dass nur die „erste Runde" an Google gegangen sei und plant, die Gerichtsentscheidung anzufechten.

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