Verbraucherschützer fordern Recht auf Privatkopie

Die Verbraucherzentralen drängen darauf, das Urheberrecht an die digitale Welt anzupassen. Gemeinsam mit dem baden-württembergischen Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) haben sie ein Positionspapier vorgelegt.
Kern des Positionspapiers (PDF) ist ein Recht auf Privatkopie, das als unabdingbares, vollwertiges Nutzerrecht gesetzlich verankert werden soll. „Wer zum Beispiel ein E-Book kauft, muss davon eine Kopie zur privaten Nutzung anfertigen können. Das Recht auf Privatkopie darf nicht durch AGB oder Kopierschutzsysteme eingeschränkt oder ausgeschlossen werden”, sagte Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), laut Golem. Auch mit der „Abmahn-Praxis” müsse Schluss gemacht werden.
Zudem müsse das Urheberrecht an die sozialen Netzwerke angepasst werden. „Für Internetnutzer ist das Posten und Teilen von Inhalten im Internet alltäglich. Wenn dahinter keine kommerziellen Interessen stehen und damit auch keine Rechte der Urheber und Rechteinhaber beeinträchtigt werden, dann müssen solche mittlerweile üblichen Nutzungsformen im Urheberrecht erlaubt werden”, forderte Minister Bonde. Hierzu gehöre es auch, Remixe, Mashups oder Collagen zu gestatten.

Gesetzgebung: