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Pressemitteilung: Respekt für geistige Leistung gefordert

Mehr als 30 Organisationen von Urheberinnen und Urhebern in der Initiative Urheberrecht haben am heutigen Dienstag in Berlin gefordert, das Urheberrecht weiterzuentwickeln, um sowohl neuen Anforderungen der Bürger als auch berechtigten Interessen der Urheber gerecht zu werden. Der Sprecher der Initiative, Prof. Dr. Gerhard Pfennig, stellte klar: „Kunstwerke, Bücher, Musikstücke, Filme und journalistische Texte und Bilder sind als Kulturgüter unverzichtbar für die Demokratie.

Rechte der Urheber und Künstler stärken

Respekt für geistige Leistung und künstlerische Arbeit kennzeichnet eine demokratische Gesellschaft

Urheber und ausübende Künstler leben davon, dass ihre Werke wahrgenommen werden, in analogen Medien und im Internet.

Urheber und ausübende Künstler wollen und benötigen wie alle Bürgerinnen und Bürger eine freiheitliche und effiziente Informations- und Kommunikationsstruktur des Internets.

Respekt für die Selbstbestimmung der Urheber

Jeder Mensch hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Jeder? Mancher Beitrag zur aktuellen Debatte zum Urheberrecht in der „digitalen Gesellschaft“ legt die Schlussfolgerung nahe, dass dieses Grundrecht Urhebern und ausübenden Künstlern teilweise entzogen werden soll: Deren Rechte sollen beschnitten werden zu Gunsten vorgeblich neuer Gemeinwohlbelange.<--break->

Respekt vor der Arbeit - Angemessene Vergütung

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“. Dieser Spruch von Karl Valentin bringt die Lebenssituation von professionellen Künstlern und Autoren auf den Punkt. Bis ein Bild, Buch, Film, Musikstück, Artikel oder welches künstlerische Werk auch immer fertig ist, muss dessen Urheber viel Arbeitszeit, „Gehirnschmalz“ und Kunstfertigkeit aufbringen.

Respekt vor der Kultur – Respekt vor dem Werk!

Künstlerisches Schaffen und Kulturproduktion begleiten die Menschheit seit Urzeiten und sind für unsere Existenz und gesellschaftliche Entwicklung essentiell. Ohne Malerei, Musik, Literatur etc. wäre unser Dasein nicht nur ärmer – es bestünde aus bloßer Erwerbsarbeit zum Überleben und kurzweiliger Freizeit ohne tiefere Bedeutung. Kunst vermittelt Denkanstöße, verleiht Emotionen Ausdruck, ermöglicht Reflexion und öffnet Perspektiven. Mit ihren Werken bereichern Künstler die Welt, erschüttern, regen an – oder auf.

Respekt vor individuellen Geistesschöpfungen

Die Urheberpersönlichkeitsrechte (moral rights) schützen die ideellen Interessen des Urhebers an der Integrität seines Werkes, das "innere Band" zwischen Urheber und Werk, und dienen der Aufrechterhaltung der Menschenwürde durch den Respekt vor den individuellen Geistesschöpfungen, die untrennbar mit ihren Schöpfern verbunden sind.

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