Positionspapier: "Für eine gemeinsame VG Wort!"

Die VG Wort wird „ihre Arbeit auch in Zukunft als gemeinsame Verwertungsgesellschaft von Autoren und Verlagen fortsetzen“. Das haben die Vertreterinnen und Vertreter von Autoren und Verlagen im Vorstand und Verwaltungsrat der VG Wort einstimmig beschlossen.
„Eine gemeinsame Verwertungsgesellschaft bietet für Autoren und Verlage viele Vorteile. Das gilt insbesondere für die gemeinsame Durchsetzung von gesetzlichen Vergütungsansprüchen, die in den letzten Jahren sehr gut gelungen ist“, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier. „Die hohen Ausschüttungen der VG Wort beruhen ganz maßgeblich auf erfolgreichen Gerichtsverfahren und Verhandlungen mit den Vergütungsschuldnern, die gemeinsam von Autoren und Verlagen getragen wurden.“
Weiterhin sprechen sich die Vertreterinnen und Vertreter von Autoren und Verlagen innerhalb der VG Wort für eine schnelle Umsetzung von Artikel 16 der neuen Urheberrechtsrichtlinie, der die Verlegerbeteiligung an den Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften ermöglicht, in das deutsche Recht aus.
Eine gemeinsame Verwertungsgesellschaft eröffne nicht zuletzt attraktive Möglichkeiten für kollektive Lizenzierungsmodelle im digitalen Bereich, auch in Zusammenhang mit den jetzt europarechtlich vorgesehenen erweiterten kollektiven Lizenzen. „Diese können am besten gemeinsam von Autoren und Verlagen entwickelt, verhandelt, vergütet und durchgesetzt werden“. Konkret prüft die VG Wort derzeit Rechte für das sogenannte E-Lending durch Bibliotheken (also die Ausleihe von E-Books, auch Onleihe genannt) wahrzunehmen. Bisher werden die erforderlichen Nutzungsrechte von Verlagen eingeräumt. Außerdem werde derzeit intensiv geprüft, welche Lizenzen von der VG Wort nach Artikel 17 der neuen Urheberrechtsrichtlinie gegenüber Plattformen wie YouTube oder vergleichbaren Anbietern kollektiv vergeben werden können. „Gerade hier ist klar, dass es ohne eine gemeinsame gebündelte Rechtewahrnehmung von Autoren und Verlagen sehr schwierig sein wird, sinnvolle Lizenzangebote gegenüber den Plattformen für verlegte Werke zu schaffen und angemessene Vergütungen zu erzielen“, heißt es weiter in dem Positionspapier.

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