Erfolg für Bildbranche: Google-Bildersuche nennt jetzt Urheber

Im Rahmen eines größeren Updates der gesamten Bildersuche nennt Google jetzt auch Urheber und Rechteinhaber, sofern die Fotos mit Metadaten im IPTC-Standard versehen sind.
Die Neuerung wird ausdrücklich von den Branchenverbände der Fotoindustrie und Fotografen begrüßt, teilt der Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) in einer Pressemitteilung mit. Der BVPA, das Centre of the Picture Industry (CEPIC) und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hatten sich in Gesprächen mit dem Suchmaschinenbetreiber dafür eingesetzt, dass die Rechte der Bildurheber besser geschützt werden. „Das ist jetzt ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und ein Erfolg unserer Verhandlungsbemühungen mit Google“, so der BVPA..
Angezeigt werden ab sofort die IPTC-Felder "Creator" und "Credit", heißt es im Google-Blog. In den folgenden Monaten soll zusätzlich noch das Feld "Copyright Notice" hinzukommen. Die Verbände rufen Fotografen, Agenturen und Medienhäuser dazu auf, ab jetzt streng darauf zu achten, dass Bilder nur mit IPTC-Angaben verwendet werden, um es Google zu ermöglichen, dass Urheberrechte korrekt angezeigt werden können.
Ärger mit dem Suchmaschinenkonzern hatte es wegen der überarbeiteten Bildersuche gegeben, die in Deutschland im Februar 2017 freigeschaltet worden war. Dies hatte zu Protesten von neun Verbände aus dem Bildbereich geführt (siehe News vom 1. März 2017). Google hatte dann aber wieder seine Bildersuche weltweit geändert und die Option „Bild ansehen“ entfernt. Hintergrund war ein Lizenzvertrag des Suchmaschinenriesen mit der Bildagentur Getty Images (siehe News vom 19. Februar 2018).

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