Juristentag 2014: Urheberrecht ist ein Schwerpunkt

„Urheberrecht in der digitalen Welt" ist ein Schwerpunktthema des 70. Deutschen Juristentags in Hannover. Diskutiert wurde darüber am 18. September.
Der Deutsche Juristentag ist – nach eigener Aussage – die „größte juristische Fachtagung Europas". Rund 2500 Juristen nehmen in diesem Jahr daran seit dem 15. September teil. Eines von sechs Schwerpunktthemen ist diesmal das Urheberrecht. „Ist der Schutz geistigen Eigentums im Internet faktische Zensur? Oder ist seine Einschränkung nichts anderes als kalte Enteignung im Netz?“ – auf diesen Nenner hat Rechtsanwalt Thomas Mayen, Präsident des Juristentages, in einem Interview die Diskussionssträge gebracht. „Diese beiden Fronten stehen sich in der Diskussion um das Urheberrecht im digitalen Wandel recht unversöhnlich gegenüber. Wir wollen dabei mithelfen, dieses Knäuel aufzulösen.“
Thesen zu dieser zugespitzten Fragestellung haben die vier Referenten zum Urheberrecht bereits im Vorwege in einem umfassenden Thesenband veröffentlicht. Der Teil zum Urheberrecht (Seite 61 bis 68) steht unten zum Download zur Verfügung. Referenten sind

  • Ansgar Ohly, Rechtsprofessor an der LMU München,
  • der Hamburger Rechtsanwalt Arnd Haller, zugleich Leiter der Rechtsabteilung von Google Deutschland,
  • Dietmar Harhoff, Ökonom am Max-Planck-Institut für Innovation, und
  • Felix Hey, Leiter eines juristischen Fachverlags und Professor an der Uni Köln.

Henry Steinhau hat bei iRights.info einen Artikel mit prägnanten Auszügen aus diesen Thesen veröffentlicht. Über die Diskussion zum Urheberrecht auf dem Juristentag berichtet Jost Müller-Neuhof auf der Website des Tagesspiegels. Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht, vertrat in einem Diskussionsbeitrag die Position der Urheber.

Kategorie: