Mehr Respekt für die Urheber!

Das war das Motto einer Veranstaltung, zu der die Initiative Urheberrecht und die Deutsche Literaturkonferenz gemeinsam eingeladen hatten. Kerstin Hensel, Sprecherin der Deutschen Literaturkonferenz, begrüßte die über 150 Gäste aus Musik, Kunst, Film, Literatur und weiteren Bereichen der deutschen Kreativwirtschaft sowie aus der Politik, die der Einladung in die Landesvertretung Sachsen-Anhalt gefolgt waren.
Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, erläuterte in einer engagierten Rede die wichtigsten Punkte seiner zwölf Thesen zum Thema Urheberrecht im digitalen Zeitalter und plädierte insbesondere für einen besseren Schutz des geistigen Eigentums. Als Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, so Neumann, sieht er sich als Anwalt der Kreativen in Deutschland und betrachtet den Schutz des geistigen Eigentums als die Herausforderung der kommenden Jahre. Die anschließende Podiumsdiskussion leitete der Drehbuchautor und Rechtsanwalt Fred Breinersdorfer. Seine Gäste waren der Komponist Thomas Bürkholz, der Schriftsteller Burkhard Spinnen, der Dokumentarfilmer Cay Wesnigk sowie der Urheberrechtsprofessor Thomas Dreier. Thematisiert wurden aktuelle Beispiele unangemessener Vergütung für kreative Leistungen, der Umgang mit den neuen Medien und ihren Plattformen, die Gratis-Mentalität für Inhalte im Internet sowie die Notwendigkeit der gesetzlichen Begleitung digitaler Entwicklungen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene.
In diesem Zusammenhang dankte Staatsminister Neumann in seiner anfänglichen Rede der Deutschen Literaturkonferenz für ihr Engagement in Sachen vergriffene/verwaiste Werke und ihren Appell kürzlich an die deutsche Politik, mit diesem für den Aufbau von digitalen Bibliotheken wichtigen Thema nicht bis zum Dritten Korb zu warten (www.literaturkonferenz.de). Neumann ermutigte das Auditorium dazu, mit Veranstaltungen wie „Mehr Respekt!“ seine Stimme in Zukunft weiter intensiv zu erheben, denn: „Ohne Urheber gäbe es keine Inhalte im Internet“, so der Minister.

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